anywork NG ← Zurück zur Startseite

Häufige Fragen.

Antworten auf die Fragen, die uns am häufigsten gestellt werden — geordnet nach Themen. Falls Ihre Frage hier nicht steht, freuen wir uns über eine kurze Nachricht.

01Allgemeines

Was ist anywork NG?

anywork NG ist eine Browser-basierte Plattform für sicheren Fernzugriff auf Windows- und Mac-Arbeitsplätze sowie Terminalserver. Anwender greifen ohne lokalen Client, ohne VPN und ohne offene Ports am Zielsystem aus dem Browser auf ihren Arbeitsplatz zu — vom PC, Laptop, Tablet oder Smartphone.

Für welche Unternehmensgröße eignet sich anywork NG?

Vom Soloselbstständigen mit einem einzelnen Bürorechner über die Anwaltskanzlei mit fünf Arbeitsplätzen bis hin zur mittelständischen IT-Abteilung mit ca. 500 Mitarbeitenden. Schwerpunkt im DACH-Markt.

Welche Browser werden unterstützt?

Aktuelle Versionen von Chromium-basierten Browsern (Chrome, Edge, Vivaldi, Brave), Mozilla Firefox und Apple Safari — auf Desktop, Tablet und Smartphone (Windows, macOS, Linux, iOS, Android).

Funktioniert anywork NG auf iPad oder Android-Tablet?

Ja. Wo ein aktueller Browser läuft, läuft anywork NG — auch auf einem geliehenen Tablet beim Kunden oder einem privaten Smartphone im Hotel.

Wie unterscheidet sich anywork NG von klassischen Remote-Zugriffs-Lösungen?

Anwender greifen aus dem Browser auf ihren Arbeitsplatz zu — ohne lokalen Client, ohne VPN, ohne offene Ports am Zielsystem. Die Plattform ist mandantenfähig per Design, hostet ausschließlich in der EU, bietet phishing-resistente Zwei-Faktor-Verfahren standardmäßig und wird als SaaS betrieben — Kunden pflegen keine eigene Infrastruktur.

02Sicherheit & DSGVO

Brauche ich für anywork NG einen VPN?

Nein. Der Zugriff erfolgt aus dem Browser über die Plattform; das Zielsystem bleibt im LAN und benötigt keine offenen Ports nach außen. Es ist keine VPN-Infrastruktur notwendig.

Wo werden die Daten gehostet?

Ausschließlich in einem Rechenzentrum innerhalb der Europäischen Union. Sub-Auftragsverarbeiter sind im AV-Vertrag nach Art. 28 DSGVO dokumentiert.

Welche personenbezogenen Daten werden verarbeitet?

Identitätsdaten (E-Mail, Name, Rolle), Authentifizierungsdaten (Passwort-Hash, verschlüsseltes TOTP-Geheimnis, öffentliche Schlüssel registrierter Sicherheitsschlüssel/Passkeys), Verbindungsdaten (Zeitstempel, Ziel-System, IP-Adresse) und Konfigurationsdaten.

Bildschirminhalte, Tastatureingaben und Dateiübertragungen während der Sitzung werden weder verarbeitet noch gespeichert.

Speichert anywork NG Bildschirminhalte oder Tastatureingaben?

Nein. Die Plattform vermittelt nur Verbindungen, sie speichert keine Sitzungsinhalte — weder Bildschirminhalte noch Tastatureingaben noch Sitzungsaufzeichnungen. Diese bewusste Architektur-Entscheidung ist im Sicherheits-Whitepaper dokumentiert.

Welche Verschlüsselung wird eingesetzt?

TLS 1.2 oder neuer auf allen Transportwegen, AES-256-GCM für Secrets at rest, Argon2id für Passwort-Hashing. Drei separat verschlüsselte Abschnitte: Browser↔Cloud, Cloud↔Agent, Agent↔Zielsystem.

Wie wird die Mandanten-Trennung garantiert?

Auf Datenbank-Ebene durch Fremdschlüssel-Constraints, nicht nur durch Anwendungs-Logik. Jede Anfrage wird gegen die Organisations- bzw. Partner-Zuordnung des angemeldeten Nutzers geprüft. Endpunkte, Benutzer und Audit-Einträge einer Organisation sind außerhalb dieser Organisation unsichtbar. Die Trennung wird durch automatisierte Tests bei jedem Build verifiziert.

Wie lange werden Audit-Logs aufbewahrt?

Mindestens 365 Tage. Jeder Login, jede Sitzung und jede Admin-Aktion wird mit Zeitstempel, Akteur, Ziel, Erfolgsstatus und IP-Adresse protokolliert. Einträge sind aus Anwendungssicht schreibgeschützt — nachträgliches Ändern oder Löschen ist über die Benutzeroberfläche nicht möglich.

Welche Logs werden geschrieben — und welche bewusst nicht?

Geschrieben: Anmelde-Versuche, Zwei-Faktor-Aktivierung/-Reset, Benutzer-/Endpunkt-Verwaltung, Beginn und Ende jeder Sitzung, Verdacht auf Token-Replay.

Nicht geschrieben: Inhalte der Remote-Sitzung (Bildschirm, Tastatur, Maus, Dateiübertragungen).

Wer haftet bei einem Datenschutzvorfall?

Der Endkunde ist Verantwortlicher im Sinne der DSGVO, der Plattformbetreiber ist Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO. Bei einem Sicherheitsvorfall mit potenziellem Personenbezug informiert der Plattformbetreiber den Verantwortlichen unverzüglich, sodass dieser seine Meldepflichten nach Art. 33/34 DSGVO erfüllen kann.

Was ist im AV-Vertrag enthalten?

Die übliche Struktur nach Art. 28 DSGVO: Gegenstand und Dauer der Verarbeitung, Art und Zweck, Datenkategorien, Pflichten des Auftragsverarbeiters, TOMs nach Art. 32 DSGVO, Liste der Sub-Auftragsverarbeiter, Unterstützung bei Betroffenenrechten, Meldepflichten. Der AV-Vertrag wird beim Vertragsabschluss bereitgestellt und ist auf Anfrage vorab verfügbar.

03Anmeldung & Zwei-Faktor

Welche Zwei-Faktor-Verfahren werden unterstützt?

TOTP-Authenticator-Apps (z. B. Google Authenticator, Microsoft Authenticator, Authy, 1Password) und WebAuthn/FIDO2 (Passkeys, Touch ID, Face ID, Windows Hello, sowie Hardware-Sicherheitsschlüssel wie YubiKey oder Nitrokey). Zusätzlich werden bei der ersten Einrichtung zehn Wiederherstellungscodes ausgegeben.

Wie sicher ist WebAuthn/FIDO2 gegenüber TOTP?

Sicherheitsschlüssel und Passkeys (WebAuthn/FIDO2) sind phishing-resistent: Der Authenticator signiert nur für die echte Portal-Adresse — moderne Phishing-Werkzeuge, die TOTP-Codes problemlos abfangen und weiterleiten können, scheitern hier konstruktiv. TOTP bleibt eine valide Methode, ist aber nicht phishing-resistent.

Was passiert, wenn ein Anwender sein Smartphone verliert?

Mit den bei der ersten Einrichtung ausgegebenen zehn Wiederherstellungscodes kann sich der Anwender einmalig einloggen und einen neuen Authenticator einrichten. Jeder Code ist nur einmal verwendbar. Sind alle Codes verbraucht oder ebenfalls verloren, setzt ein Administrator die Zwei-Faktor-Authentifizierung zurück.

Können mehrere Sicherheitsschlüssel pro Konto registriert werden?

Ja, beliebig viele. Empfehlung: Primärschlüssel + Backup-Schlüssel an räumlich getrenntem Ort. Die Wiederherstellungscodes bleiben unabhängig davon der universelle Notausgang.

04Funktionsweise & Betrieb

Kann ich anywork NG selbst hosten?

Nein. anywork NG wird als SaaS angeboten — wir betreiben und warten die Plattform in einem EU-Rechenzentrum. Sie pflegen weder Server noch Container, sondern erhalten einen Zugang.

Was muss bei mir vor Ort installiert werden?

Nur ein kleiner Vermittlungs-Agent auf einem bestehenden Windows-Host in Ihrem Netz. Der Agent verbindet sich ausgehend zur Cloud — Firewall-Regeln müssen nur ausgehenden HTTPS-Verkehr erlauben, keine eingehenden Ports.

Wie funktioniert das Onboarding?

In drei Schritten:

1. Onboarding-Call mit uns (Konto-Einrichtung, Anwender-Liste).
2. Einmalige Installation des Vermittlungs-Agents (durch Ihr IT-Team oder unser Onboarding-Team).
3. Einladung der Anwender per Login-Link.

Sobald der Agent installiert und der erste Nutzer eingeladen ist, ist die erste produktive Sitzung typischerweise in wenigen Minuten möglich.

Können Anwender Dateien zwischen Browser und Zielsystem austauschen?

Ja, optional. Beim Download-Dialog für die lokale RDP-Client-Variante können Anwender Zwischenablage und lokale Laufwerke aktivieren. Der Plattform-Administrator kann diese Option global einschränken.

Wird die Sitzung aufgezeichnet?

Nein. Eine Aufzeichnung von Bildschirminhalten findet nicht statt — bewusst nicht. Protokolliert wird ausschließlich Metadaten der Sitzung (Wer, Wann, Welches Zielsystem, Erfolgsstatus, Dauer).

05Preis & Vertrag

Was kostet anywork NG?

anywork NG wird pro Nutzer pro Monat abgerechnet, monatlich kündbar. Eine konkrete Preisliste erhalten Sie auf Anfrage über das Kontaktformular — die Spannweite richtet sich nach Anzahl Nutzer und gewünschten Optionen.

Gibt es eine Mindestlaufzeit?

Nein. Verträge sind monatlich kündbar. Wir vertrauen darauf, dass die Plattform sich täglich neu beweist.

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